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HF 1: Kinder / Jugend / Familie

HF 2: Schule / Bildung / außerschulische Bildung / Weiterbildung / Hochschule

HF 3: Alter / Pflege / Gesundheit

HF 4: Diskriminierung / Gewalt / häusliche Gewalt

HF 5: Wirtschaft / Tourismus / Arbeitswelt / Land als Arbeitgeber

HF 6: Kultur

HF 7: Sport

HF 8: Migration

HF 9: Behinderung

HF 10: Transgender / Transsexualität

HF 11: Intersexualität

HF 12: Untersuchungen und Informationsmaßnahmen

 


 

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Die einzelnen Maßnahmen zu den Handlungsfelder finden Sie hier: Download Aktionsplan (PDF) >>

 


HF 1: Kinder / Jugend / Familie
Bei homosexuellen und transsexuellen Jugendlichen stellt das Coming out ein zentrales Problem dar. Studien belegen, dass homosexuelle Jugendliche doppelt so oft schwulenfeindlich motivierten Körperverletzungsdelikten ausgeliefert sind wie gleichaltrige Heterosexuelle. Für transsexuelle Jugendliche liegen keine Daten vor, es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass sie in gleicher Weise betroffen sind. "Schwule Sau" und "Lesbenzicke" gehören leider immer noch zu den gängigen Beleidigungen auf deutschen Schulhöfen. Zudem ist von einem vier- bis sechsmal höheren Suizidrisiko gegenüber heterosexuellen Jugendlichen auszugehen. Diese besonderen Problematiken spiegeln sich auch in der zunehmenden Inanspruchnahme durch die vom Land NRW unterstützten psychosozialen Beratungsdienste und die Arbeit von SchLAu NRW wieder. Zu der Aufgabenstellung wird es daher gehören zu klären, wie man diesem Beratungsbedarf gerecht werden und die Zielgruppen am besten erreichen kann. Dabei geht es nicht nur um die Jugendlichen selbst, sondern auch um ihr familiäres und sonstiges Lebensumfeld.
Zu Regenbogenfamilien in Deutschland liegen keine genauen Zahlen vor. Man weiß allerdings, dass Tausende von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften (Mikrozensus) und in Lebensgemeinschaften aufwachsen, bei denen ein Elternteil lesbisch oder schwul ist. Studien belegen, dass die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien gut verläuft und sie bei altersspezifischen Entwicklungsaufgaben Kindern in heterosexuellen Beziehungen nicht nachstehen. Hürden bestehen allerdings bereits bei der Realisierung des Kinderwunsches in lesbischen bzw. schwulen Partnerschaften, dies schließt auch Fragen des geregelten Zugangs zu reproduktionsmedizinischen Leistungen ein. Wegen der Komplexität der Fragestellungen wird vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport und dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet, zu der, je nach fachlicher Zuständigkeit, weitere Ressorts und maßgebliche Vertretungen von Nichtregierungsorganisationen hinzugezogen werden können. Das Hauptanliegen wird darin bestehen, die rechtliche Gleichstellung u.a. im Steuerrecht und im Adoptionsrecht zu erreichen. Auch sollen sowohl spezifische Angebote für Regenbogenfamilien bedarfsgerecht ausgebaut bzw. sichergestellt als auch die Öffnung der Angebotsstrukturen für alle Familien erreicht werden. Bereits jetzt fördert das Land eine breite Infrastruktur der Familienhilfe (Schwangerschaftsberatung, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen) und darüber hinaus fünf psychosoziale Beratungsstellen für Lesben, Schwule und ihre Angehörigen.

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HF 2: Schule / Bildung / außerschulische Bildung / Weiterbildung / Hochschule
Schule ist der Ort, an dem zentrale Prägungen der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen stattfinden. Da Schule und Bildung Angelegenheiten der Länder sind, hat das Land NRW besonders gute Möglichkeiten der Einflussnahme. Das betrifft die gesamte Schulöffentlichkeit, d.h. Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler selbst.
Im Schulgesetz von NRW und in den "Richtlinien für die Sexualerziehung in Nordrhein-Westfalen" wird die sexuelle Orientierung und Identität bereits wertschätzend berücksichtigt. Beide Vorschriften können damit einen Beitrag zur Beseitigung der Diskriminierung von LSBTTI leisten. Fragen nach der sexuellen Orientierung und Identität und ihrer Gleichberechtigung sollen jedoch nicht auf Sexualaufklärung reduziert werden. Entsprechende Kompetenzen sollen auch in anderen Unterrichtsfächern als im Fach Biologie vermittelt werden. Lehrkräfte werden künftig sensibilisiert und qualifiziert. Unterstützung kann das Projekt "Schule ohne Homophobie - Schule der Vielfalt" leisten, das u.a. vom landesgeförderten Aufklärungsprojekt SchLAu NRW begleitet wird.
Darüber hinaus kommt es im Bildungssektor darauf an, verwaltungsintern zu sensibilisieren und Landespublikationen (Print, Online) auf einen respektvollen Sprachgebrauch hinsichtlich LSBTTI zu überprüfen.
Ein weiteres wichtiges Feld ist die Ausbildung der Lehrkräfte. Bei der Einrichtung von Lehrstühlen (LSBTTI/Queer Studies) arbeiten die Hochschulen autonom. Das Land kann hier aber im Rahmen von Zielvereinbarungen wichtige Impulse setzen. Durch hochschuldidaktische Angebote für die Lehrenden in Form von Workshops könnten die Belange von LSBTTI in nachhaltiger Form fächerübergreifend auch in der Hochschuldidaktik berücksichtigt werden.

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HF 3: Alter / Pflege / Gesundheit
In NRW gibt es 3,62 Millionen Menschen über 65 Jahre (Quelle: IT NRW, 2010). Ausgehend davon, dass 5 % bis 7 % der Bevölkerung lesbisch oder schwul sind, sind darunter zwischen 181.000 und 253.400 Lesben und Schwule. Die Anzahl der Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexuellen ist dabei nicht berücksichtigt.
Aus Untersuchungen ist bekannt, dass viele Lesben und Schwule Angst davor haben, pflegebedürftig und in Einrichtungen ausgegrenzt zu werden. Dies dürfte auch für Transgender/Transsexuelle und Intersexuelle zutreffen, wenngleich keine Untersuchungen hierzu vorliegen. Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sind ebenso wenig wie Altenheime auf die Bedürfnisse von Minderheiten eingestellt. Insgesamt fehlen Leitbilder für Diversity und Vielfalt in den Einrichtungen, Treffpunkte, Netzwerke und entsprechende Freizeitangebote vor Ort.
Im Land der Vielfalt NRW sollen Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität im Alter selbstbestimmt, sichtbar und "mittendrin" würdevoll leben können. Ziel ist die Neuausrichtung einer von Diversity geprägten Pflege- und Altenpolitik sowie die Sensibilisierung der Verbände und Kommunen für eine Kultur der Unterschiedlichkeit. Dabei sollen bestehende allgemeine Strukturen genutzt, eigenständige gestärkt und neue aufgebaut werden.
Im Bereich der Altenpolitik sollen im Rahmen des vom MGEPA geförderten Projektes "SeniorInnenarbeit für Lesben und Schwule. Immer dabei: Ältere Lesben und Schwule in Nordrhein-Westfalen" die bestehenden seniorenpolitischen Maßnahmen für die Belange der älteren Lesben und Schwulen sensibilisiert und neue Projekte angestoßen werden, die den Aus- und Aufbau lokaler Netzwerke unterstützen, die Öffnung von Beratungsstrukturen zu speziellen Wohnformen für Diversity-Konzepte gewährleisten und die Selbsthilfegruppen für Lesben und Schwule im Alter stärken. Das Projekt ist bereits so erfolgreich angelaufen, dass es im Rahmen der Antidiskriminierungswoche des Bundes einen Preis erhalten hat.
Ein weiteres Ziel ist es, die kultursensible Pflege und Betreuung für Lesben und Schwule in NRW zu unterstützen. Zwar wird das Thema kultursensible Pflege bzw. interkulturelle Pflege bereits in den empfehlenden Ausbildungsrichtlinien der Pflege- und Gesundheitsfachberufe berücksichtigt, jedoch wird es noch längst nicht überall in der Praxis beachtet. Deshalb  fördert das MGEPA das Projekt "Wege zu einer kultursensiblen Pflege in Nordrhein-Westfalen", in dessen Kontext Altenpflegeeinrichtungen zur Thematik sensibilisiert werden. Hierfür werden Informationsmaterialien erstellt. Für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Altenpflege werden gemeinsam mit der Pflege Module erarbeitet und eingeführt. Pflegeeinrichtungen sowie Pflegeausbildungsstätten wird eine diversity-orientierte Beratung angeboten.
Aufgrund der unterschiedlichen Bedarfe der einzelnen Zielgruppen ist der Bereich Gesundheit besonders komplex. Hier ist es ebenso wie im Sektor Pflege und Alter erforderlich, dass Einrichtungen, Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und Heilberufskammern für die heterogene Zielgruppe sensibilisiert werden. Auch geht es darum, Regelungen für Zugangswege zu reproduktionsmedizinischen Leistungen wie zum Beispiel zur Insemination für lesbische Paare zu schaffen.
Noch bis 1992 galt Homosexualität nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Krankheit. Transsexualität wird noch immer im Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "Geschlechtsidentitätsstörung" bezeichnet. Dies geht einher mit der Tendenz zur Pathologisierung. Das Ärzteblatt hat 2010 in einem Fachaufsatz darauf hingewiesen, dass LSBTTI im Gesundheitswesen noch immer auf Barrieren treffen, die einer adäquaten medizinischen und psychosozialen Versorgung im Wege stehen. (Vgl. Wolf, Gisela: Gesundheitsversorgung: Barrieren für homosexuelle Patienten. In: Deutsches Ärzteblatt 2011: 107(44): A 2166-7).
Aufklärung über die besonderen Lebensweisen von LSBTTI und die Auswirkungen häufig erfahrener physischer und psychischer Diskriminierungen ist besonders wichtig. Deshalb hat das Land NRW 1998 das Modellprojekt psychosoziale Beratung für Lesben, Schwule und deren Angehörige auf den Weg gebracht. Seit Ende der Modellphase 2003 fördert das Land fünf Spezialberatungsstellen in NRW, deren Beraterinnen und Berater sich durch Feld- und Betroffenenkompetenz auszeichnen.
Die erfolgreiche Arbeit der Beratungsstellen wird durch ein Controlling dokumentiert: Die Zahl der Beratungsfälle stieg von 2003 bis  2010 um rd. 43 %, die Zahl der Beratungskontakte um rd. 46 % an. Neue Zielgruppen sind hinzugekommen, bzw. nehmen in der Bedeutung zu (junge und ältere Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Transsexuelle, Transgender). Daher soll eine Evaluation der Beratungsarbeit der spezialisierten Beratungsstellen sowie der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen erfolgen, um zu klären, ob und ggf. wie deren Arbeit weiterentwickelt werden kann.
Im NRW-Gesundheitswesen spielt die Patientinnen- und Patientenorientierung eine große Rolle. Auf dem Weg in ein geschlechtergerechtes NRW-Gesundheitssystem werden bei der Frauen- und Männergesundheit zukünftig die jeweils besonderen Belange von LSBTTI berücksichtigt. Spezialfragen wie das Thema mann-männliche Prostitution greift der Runde Tisch Prostitution der Landesregierung auf.
Um die spezifischen Belange von schwulen, bisexuellen und transsexuellen Männern in der allgemeinen Männergesundheit berücksichtigen zu können, gilt es vor allem, ein nachhaltiges Gesundheitsbewusstsein bei Männern weiter zu fördern. Themen der Männergesundheit sind durch tradierte Männlichkeitsbilder auch unter Schwulen tabuisiert. Vorsorge und ärztliche Hilfe werden von ihnen seltener in Anspruch genommen. Studien zeigen, dass sich die Suizid- bzw. Suchtgefährdung bei schwulen Männern zusätzlich auf Grund der besonderen Lebenssituationen erhöht. Das Land NRW macht es sich deshalb zur Aufgabe, diesem Missstand aktiv entgegenzuwirken.
Spezifische Fragen der HIV- und AIDS-Prävention werden im Konzept "Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen (Schwerpunkt: Neuinfektionen minimieren") geregelt.

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HF 4: Diskriminierung / Gewalt / häusliche Gewalt
Seit 2006 gibt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Danach soll neben fünf anderen Merkmalen jegliche Benachteiligung aus Gründen der sexuellen Identität verhindert oder beseitigt werden. Ein ausdrückliches Diskriminierungsverbot wegen der sexuellen Identität in Art. 3 Grundgesetz hat bislang noch keine Mehrheit gefunden. Das Land Nordrhein-Westfalen wird sich auf Bundesebene hierfür einsetzen.
Diskriminierung, Benachteiligungen, verbale, psychische, physische und sexuali-sierte Gewalt gegen Menschen, die "anders" lieben und leben, finden immer noch statt. Homophobie und Transphobie sind unterschiedlichen Studien zufolge in weiten Teilen der Bevölkerung verbreitet. Jede 4. lesbische Frau hat bereits körperliche Angriffe und Bedrohungen erlebt, bei jungen schwulen und bisexuellen Schülern zwischen 18 und 25 Jahren hatte fast die Hälfte Gewalterfahrungen gemacht (Maneo-Umfrage 2006/2007). Gewalt in der Familie, in Partnerschaften und Übergriffe in der Öffentlichkeit erleben Transgender und Transsexuelle, deren geschlechtliche Identität deutlicher als eine sexuelle Orientierung ersichtlich ist. Insgesamt ist das Dunkelfeld der Gewaltbetroffenheit allerdings noch zu wenig erforscht.
NRW setzt auf konsequente Ächtung aller Formen von Gewalt auch unter dem Blickwinkel der mehrdimensionalen Diskriminierung. Für den Bereich des Arbeitslebens wurden Maßnahmen im Handlungsfeld 5 aufgegriffen.
Im Hinblick auf Prävention, gewaltspezifische Beratungs- und Unterstützungsangebote v.a. im Kontext der Fraueninfrastruktur, Opferschutz, Polizeiarbeit und Strafverfolgung ist das Land NRW gut aufgestellt. Auch existieren fünf psychosoziale Beratungsstellen für die allgemeine Beratung von LSBTTI.
Die vorhandenen allgemeinen Strukturen werden jedoch bisher kaum von gewaltbetroffenen LSBTTI genutzt oder sind für diese ganz oder teilweise nicht zugänglich. Die psychosoziale Spezialberatung ist in ihren Ressourcen für eine fachspezifische Anti-Gewalt-Beratung begrenzt. Dies spiegelt sich auch in den geringen Beratungszahlen zu diesem Thema wieder. Zielgruppenspezifische Maßnahmen der Prävention und des Opferschutzes werden durch die vom Land finanzierte Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW durchgeführt, der auch Landesmittel für selbstorganisierte Hilfsangebote wie Schwule Überfalltelefone und Lesbenberatung zur Verfügung stehen.
Gewalttaten gegenüber LSBTTI werden im Rahmen der polizeilichen Kriminalstatistik nicht mit der Opferspezifik LSBTTI erfasst. Insoweit lassen sich keine Aussagen über die Anzahl tatsächlich angezeigter Straftaten zum Nachteil von LSBTTI treffen. Erkenntnisse über das Ausmaß des Hellfeldes lassen ohne weiteres auch keine Einschätzungen über das Ausmaß eines möglichen Dunkelfelds nicht angezeigter Straftaten zu. Aufgrund bundesweiter Studien kann von einer hohen Dunkelziffer von ca. 90 % ausgegangen werden. Maßnahmen, um Barrieren bei der Anzeigenerstattung abzubauen und zielgruppenspezifische Maßnahmen der Prävention umzusetzen, sollen im Rahmen einer interministeriellen Arbeitsgruppe des Ministeriums für Inneres und Kommunales und des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, zu der je nach fachlicher Zuständigkeit das Landeskriminalamt und weitere Fachressorts sowie maßgebliche Vertretungen von Nichtregierungsorganisationen hinzugezogen werden können. Künftig soll das Thema auch bei der Fortbildung von Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten aufgegriffen werden.
Anti-Gewalt-Strategien sollen besser miteinander verwoben und optimiert werden. Die oben genannte interministerielle Arbeitsgruppe wird sich u.a. mit der möglichen Einrichtung eines Überfalltelefons befassen und prüfen, ob und wie Daten von vorurteilsmotivierter Gewalt erfasst werden können. Auch im Kontext der Erarbeitung des Landesaktionsplans Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird die Kompetenz der Nichtregierungsorganisationen über die Landeskoordinationsstelle der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW einbezogen und das Thema Gewalt gegen Lesben und transsexuelle Frauen und Mädchen aufgegriffen.
Weitere Erkenntnisse über die Gewaltbetroffenheit haben die interdisziplinäre Fachtagung über die Lebenslagen von LSBTTI im Mai 2012 sowie die qualitative Untersuchung zur Lebenssituation von Transsexuellen gebracht. Auf dieser und auf Basis der geplanten Evaluation der bundesweit einzigartigen psychosozialen Beratungsstellen soll eine künftige Weiterentwicklung der Beratungssäulen einschließlich der Fachstelle Anti-Gewalt-Arbeit erfolgen.

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HF 5: Wirtschaft / Tourismus / Arbeitswelt / Land als Arbeitgeber
Einige Großstädte in Deutschland setzen auf Toleranz und Vielfalt jeder Lebens- und Gesellschaftsform, bieten somit ihren Einwohnerinnen und Einwohnern mehr Lebensqualität und sind Magnet für Anderslebende, kreative Köpfe und Querdenker. Der sogenannte "gay-index" ist laut US-Wirtschaftswissenschaftler Richard Florida ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Weltoffene Städte wie Köln stehen für diese These. Allein die Gay Games 2010 oder der Europride 2002 spülten kräftig Geld in die Stadt. Das gilt auch für die prachtvollen Christopher Street Day-Paraden (CSD), die jährlich in Köln sowie in anderen Städten stattfinden.
Das Konzept der Vielfalt hat auch in einigen Großunternehmen längst Fuß gefasst. Sie haben erkannt, dass ein Diversity-Management gewinnbringend sowohl für den Betrieb als auch für die Beschäftigten ist.
Eine Kultur der Vielfalt und Wertschätzung hat sich aber längst noch nicht etabliert.
Eine Studie ergibt, dass 80 Prozent der Lesben und Schwulen sich im Arbeitsleben diskriminiert fühlen und 52 % ihre sexuelle Identität verbergen (Dominic Frohn, Out im Office?!, 2006). Bei Transsexuellen ist der Arbeitssektor einer der größten problematischen Bereiche. Sie sind mit Ungleichbehandlungen und Stigmatisierungen konfrontiert und sind auf dem Arbeitsmarkt schwer zu vermitteln. Folgen sind häufig Erwerbslosigkeit oder das Wagnis der Selbstständigkeit.
Ein Instrument der Selbstverpflichtung zur Anerkennung von Wertschätzung und Vielfalt für Unternehmen und Behörden ist der Beitritt zur Charta der Vielfalt. Die Landesregierung wird der Charta beitreten und in diesem Kontext prüfen, wie die Thematik der sexuellen Identität optimal integriert werden kann.
Schon jetzt sollen Führungskräfte und Beschäftigte in der Landesverwaltung bei Aus- und Fortbildungen sensibilisiert und qualifiziert werden. Initiativ wird das Land auch bei der Unterstützung, Wertschätzung und Sichtbarmachung im betrieblichen Kontext. Hier spielen Betriebs- und Personalräte eine wichtige Rolle. Deshalb wird geprüft, wie Interessensvertretungen entsprechend fortgebildet werden können. Zusammen mit den Nichtregierungsorganisationen steht auch ein Dialog mit den Kirchen in ihrer Funktion als Arbeitgeber auf der Agenda.

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HF 6: Kultur
Der kulturelle Sektor ist gut geeignet, Vorurteile in der Gesellschaft abzubauen und die Akzeptanz von LSBTTI zu fördern. Vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen werden kulturelle Projekte gefördert, auch wenn Kunst von LSBTTI kein eigenes Auswahlkriterium für eine Förderung darstellt.
Christopher Street Days (CSD) und andere kulturelle Veranstaltungen werden durch Grußworte und auch über das Schwule Netzwerk NRW e.V. und die LAG Lesben NRW e.V. vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter finanziell unterstützt. Hauptträger der Kultureinrichtungen sind in Nordrhein-Westfalen Kommunen und Freie Träger. Dies gilt auch für die Städtepartnerschaften. Daher ist für die Berücksichtigung von LSBTTI-Anliegen in diesen Zusammenhängen Engagement auf kommunaler Ebene gefragt, das durch die Initiative der Selbsthilfe angestoßen werden sollte.

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HF 7: Sport
In vielen Bereichen des Sports ist Homo- und Transsexualität noch immer ein Tabu. Nach wie vor ist ein offener und akzeptierender Umgang mit Homo- und Transsexualität nicht selbstverständlich. Zum Aktionsplan gehören daher Maßnahmen, die informieren, eine Atmosphäre der Toleranz schaffen und keinen Platz für Homo- und Transphobie lassen. Bei den Maßnahmen sollten Trainerinnen und Trainer, Übungsleiterinnen und Übungsleiter und natürlich die Sportlerinnen und Sportler selbst einbezogen werden. Um für gesellschaftliche Akzeptanz zu werben, werden dabei unterschiedliche Formen von Öffentlichkeitsarbeit vorgeschlagen. Die Landesregierung hat das Thema bereits im "Pakt für den Sport" mit dem Landessportbund berücksichtigt.
Viele Initiativen kommen schon aus den Nichtregierungsorganisationen. So hat die LAG Lesben in NRW - gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter - die Frauenfußball-WM zum Anlass genommen, den Augspurg-Heymann-Preis 2011 an die lesbische ehemalige Bundesliga-Fußballspielerin Tanja Walther Ahrens zu vergeben und gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V. (LSVD) die Kampagne "Fußball ist alles - auch lesbisch" gestartet.

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HF 8: Migration
Dem Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt kommt auch im Bereich der Integration eine wichtige Bedeutung zu. Nordrhein-Westfalen verfügt bereits über eine breite Angebotsstruktur für Menschen mit Migrationsgeschichte. Dabei sollen Integrationsbemühungen auch auf Menschen unterschiedlicher sexueller Identitäten zielen. Dies bildet sich bereits jetzt in einem der Kernprojekte der Landesregierung, dem neuen Teilhabe- und Integrationsgesetz, ab.
In Nordrhein-Westfalen hat rund ein Viertel der Bevölkerung eine Migrationsgeschichte. Schätzungen gehen davon aus, dass 5 % bis 7 % auch dieser Menschen lesbisch oder schwul sind. Zahlen zu Transgender, Transsexuellen, Intersexuellen und Bisexuellen liegen nicht vor. LSBTTI-Menschen mit Migrationsgeschichte erleben häufig Mehrfachdiskriminierungen und werden doppelt ausgegrenzt: Von der Mehrheitsgesellschaft als Migrantinnen und Migranten, und teilweise von ihren Familien und den Migrantencommunities aufgrund ihrer sexuellen Identität.
Das hat gravierende psychosoziale und gesundheitliche Folgen. Die "Geouteten“ werden mitunter Opfer physischer und psychischer Gewalt. Das kann sich beispielsweise in einem Rückzug in sich selbst oder in einem Ausschluss aus der Familie und dem sozialen Umfeld äußern. Sogar "Zwangsverheiratungen" können nicht ausgeschlossen werden.
Daher sollen Brücken zur vorhandenen Infrastruktur geschlagen bzw. ausgebaut werden: zu den Wohlfahrtsverbänden, den Migrantenselbstorganisationen über die Migranten-Fachberatungsstellen, dem Landesintegrationsrat, dem „Elternnetzwerk NRW. Integration miteinander“ und dem Netzwerk der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte zu den 132 Integrationsagenturen und den spezialisierten Antidiskriminierungsbüros in NRW. Auch die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), die auf dem Feld bereits engagiert sind, sowie die künftigen Kommunalen Integrationszentren werden in den Sensibilisierungskurs einbezogen.
Ein weiteres Aktionsfeld ist die Anhörung von Asylbewerberinnen und -bewerbern, für die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zuständig ist. Hier hat das Land die Möglichkeit, Verantwortliche über die Aktivitäten aus Nordrhein-Westfalen zu informieren und auch in Zukunft zu sensibilisieren.

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HF 9: Behinderung
In NRW leben derzeit 2,6 Mio. Menschen mit Behinderung, was einen Anteil von 130.000 bis 182.000  (5 -7 %) lesbischer und schwuler Behinderter ergibt. Auch hier sind zahlenmäßig Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle nicht berücksichtigt. Sie sind mehrdimensional von Diskriminierung betroffen. Weil Homosexualität oft nur in Verbindung mit Jugend und Lifestyle gesehen wird, fallen LSBTTI mit Behinderungen leider schnell aus einem verengten Blickwinkel heraus. In vielen Fällen fällt es dem Umfeld schwer, Menschen mit Behinderung eine eigenständige Sexualität zuzugestehen und sie nicht auf den Aspekt der Behinderung oder den der sexuellen Orientierung zu reduzieren. Schwule und Lesben mit Behinderung haben zum Teil die gleichen Probleme wie diejenigen ohne Behinderung, zum Teil entstehen aber durch die Behinderung auch neue, wie z.B. bei fehlender Barrierefreiheit innerhalb der schwul-lesbischen Szene. Vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales wird die LSBTTI-Selbsthilfe in die Vorbereitungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einbezogen. Aufbauend auf einer Evaluation plant das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter durch Schulungen und Fortbildungen in den psychosozialen Beratungsstellen eine Sensibilisierung für LSBTTI-Behinderte zu erreichen.

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HF 10: Transgender / Transsexualität
In unserer Gesellschaft ist das Zwei-Geschlechter-Modell das Maß aller Dinge. Wer von der normierten Vorstellung vom Menschen abweicht, löst oft Befremden aus. Ängste vor dem Anderssein führen oft zu Ablehnungen und Intoleranz. Es gibt vielfältige Erscheinungs- und Ausdrucksformen geschlechtlicher Identität. Dazu gehören auch Transgender und Transsexuelle. Aktuelle Daten über die Gesamtzahl dieser Personen liegen nicht vor.
Transgender fühlen sich mit dem binären Geschlechtsmodell meist unzureichend beschrieben und werfen oft die Frage nach einem dritten Geschlecht auf. Für die meisten Transsexuellen hingegen ist die Einteilung der Menschen in "männlich" und "weiblich" selbstverständlich. Sie empfinden sich nicht dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt aufgrund ihrer Körperlichkeit zugewiesen wurde, zugehörig, und wollen dies sichtbar leben. Viele wollen sich auch körperlich ihrer Geschlechtsidentität annähern und nehmen dafür Hormontherapien und aufwändige medizinisch-operative Angleichungen in Kauf.
Nicht alle lassen jedoch eine teilweise oder vollständige Geschlechtsangleichung vornehmen, sondern ändern lediglich ihren Vornamen und wünschen eine Änderung ihres Personenstandes. Das Bundesverfassungsgericht hat im Januar 2011 die wegweisende Entscheidung getroffen, dass ein OP-Zwang zum Erlangen einer Personenstandsänderung nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Entscheidend sei die empfundene geschlechtliche Identität. Hier steht noch eine Reform des Trans-sexuellengesetzes durch die Bundesregierung aus.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Transsexualität immer noch als psychische Krankheit, "Geschlechtsidentitätsstörung", ein, - eine "Pathologisierung", gegen die sich Transsexuellenverbände wehren. Ohnehin sind Transgender und Transsexuelle in unterschiedlichem Ausmaß von Diskriminierungen im Alltag betroffen. Transsexuelle sind überdurchschnittlich oft arbeitslos und beruflich desintegriert.
Dies belegt auch die von der Landesregierung geförderte "Studie zur Lebenssituation von Transsexuellen in Nordrhein-Westfalen", die der Lesben- und Schwulenverband, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., 2012 herausgegeben hat. Es handelt sich um die erste empirische Studie, die umfassenden Einblick in die Lebenssituation von Transsexuellen gibt. Die massive Konfrontation mit dem Unverständnis der Gesellschaft und Diskriminierungserfahrungen in unterschiedlichen Lebensbereichen  lösten bei 78 % der befragten Transmänner und 22 % der Transfrauen Selbstmordgedanken aus. 30 % der Transmänner und 29 % der Transfrauen hatten einen Selbstmordversuch hinter sich. Die Studie untermauert daher die aus dem Prozess des Aktionsplans entwickelte Forderung, dass die Selbstbestimmung, Akzeptanz und Wertschätzung von transsexuellen Menschen in NRW gestärkt werden müssen.
Im gesundheitlichen Bereich sind bereits erste Akzente gesetzt worden: Maßgebliche Verbände wurden gebeten, das Thema in den Behandlungsleitlinien zu berücksichtigen. Außerdem würde das Land es begrüßen, wenn sich eine geeignete medizinische Einrichtung in Nordrhein-Westfalen mit angegliedertem Wissenspool zu einer Anlaufstelle für Transsexuelle entwickeln will. Erste Gespräche wurden geführt.

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HF 11: Intersexualität
Fachleuten zufolge kommen in Deutschland jedes Jahr rund 150 bis 340 Kinder auf die Welt, die schon als Babys nicht in das Geschlechtsraster passen. Laut Bundesregierung liegt die Anzahl der Betroffenen, die sich aufgrund ihrer körperlichen Konstitution weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zuordnen lassen, zwischen 8000 und 10.000 (Bundestagsdrucksache 16/4786). Betroffenenverbände hingegen betonen, dass die Zahl sogar um ein Zehnfaches höher liegt.
Die Bundesregierung war durch den UN-Ausschuss zur Überwachung des internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) aufgefordert worden, Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte von Intersexuellen zu ergreifen und in den Dialog mit ihnen zu treten. Deshalb hatten das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Gesundheit den Deutschen Ethikrat beauftragt, die Situation intersexueller Menschen und die damit einhergehenden Herausforderungen unter Einbeziehung der medizinischen, therapeutischen, ethischen, sozialwissenschaftlichen und juristischen Aspekte sowie der Sichtweisen von Betroffenen und deren Selbsthilfeorganisationen aufzuarbeiten.
Der Bericht des Deutschen Ethikrates liegt inzwischen vor. Auf Basis einer weitgefächerten Expertise betrachtet der Deutsche Ethikrat Intersexualität nicht nur als eine medizinische Kategorie, sondern auch als ein soziokulturelles Phänomen. Intersexuelle repräsentieren nicht nur ein körperliches und soziales Geschlecht, zumal körperliche Zwischengeschlechtlichkeit auch zu psychischer Zwischengeschlechtlichkeit führt.
Betroffenenorganisationen machten in den letzten Jahren immer wieder darauf aufmerksam, dass auch heute noch ohne Not prophylaktisches Entfernen und Verändern von Genitalorganen bei intersexuellen Kindern vorgenommen wird. Das große Leid, das die Betroffenen ihr Leben lang begleitet, spiegelt der Bericht des Deutschen Ethikrates eindrücklich wider. Ein operativ und sozial verordnetes Geschlecht ist ein fundamentaler Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Persönlichkeitsrecht und in die Menschenrechte.
Intersexuelle Menschen wollen sich häufig nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen. Der sich heute immer mehr abzeichnende "Gender Fluid", der mit fließenden Identitäten einhergeht, erfordert eine grundsätzliche Veränderung des polaren Denkens im Hinblick auf eine mehrdimensionale Geschlechterdifferenz über die festgelegten Kategorien "Frau" und "Mann" hinaus.
Der Deutsche Ethikrat vertritt die Auffassung, dass ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in das Persönlichkeitsrecht vorliegt, wenn Menschen, die physisch weder dem weiblichem noch dem männlichen Geschlecht zuzuordnen sind, rechtlich gezwungen werden, sich im Personenstandsregister einer der beiden Kategorien zuzuordnen. Daher sollte neben einer Eintragung als "männlich" oder "weiblich" auch die Option "anderes" bestehen. Es sollte kein Eintrag erfolgen müssen, bis die betroffene Person sich selbst entschieden hat. Im Allgemeinen sollte der Gesetzgeber überprüfen, ob eine Eintragung des Geschlechts im Personenstandsregister überhaupt notwendig ist. Auch sollte Menschen, die im Personenstandsregister unter der Kategorie "anderes" geführt werden, die Möglichkeit der eingetragenen Lebenspartnerschaft zugestanden werden. Teile des Ethikrates sprachen sich dafür aus, das Institut Ehe für Intersexuelle zu öffnen.
Die Ergebnisse der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates wurden im Rahmen der vom Land geförderten interdisziplinären Fachtagung "andersundgleich in NRW" am 10.05.2012 in Bochum vertieft.
Auf Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung haben die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen, -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK) und die Konferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GMK) die Bundesregierung und die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) aufgefordert, die Empfehlungen des Deutschen Ethikrates zur Intersexualität aufzugreifen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um die Diskriminierung und damit verbundenes schweres Leid der Betroffenen zu beenden.
Die Landesregierung hat erste Kontakte zu Vertretungen der nordrhein-westfälischen Selbsthilfe, zu wissenschaftlichen und medizinischen Einrichtungen geknüpft, um die Handlungsoptionen im eigenen Land zu nutzen. Sie wird sich auch auf Bundesebene für eine Verbesserung der Lebenssituation von Intersexuellen einsetzen.

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HF 12: Untersuchungen und Informationsmaßnahmen
Information und Aufklärung sind für das Umdenken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unabdingbar. Dabei geht es primär darum, Homo- und Transphobie abzubauen, Gewalt konsequent zu ächten, Minderheiten als Normalität ins Bewusstsein zu rücken und Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung in der Mehrheitsgesellschaft zu erhöhen.
Es geht aber auch um maßgeschneiderte Aufklärung über die spezifischen Situationen von LSBTTI in ihren jeweiligen Lebenssituationen. So können u.a. Entscheidungsträgerinnen und -träger in Politik und Verwaltung, Verbänden, Institutionen, Wirtschaft, Wissenschaft, Schulen und Hochschulen, Verantwortliche und Personal in Pflege und Senioreneinrichtungen, in der medizinischen Sorge und Versorgung, Akteurinnen und Akteure in der Prävention, Selbsthilfe und Nichtregierungsorganisationen für adäquate Handlungen und Behandlungen sensibilisiert werden.
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter fördert eine Kampagne anders und gleich. Nur Respekt Wirkt, die bei der LAG Lesben in NRW e.V. angesiedelt ist.
Corporate Design und Logo, ein eigener Internetauftritt und verschiedene Veröffentlichungen - wie zum Beispiel Aufklärungsbroschüren und Plakate - wurden bereits entwickelt. Diese Medien stehen allen Ressorts der Landesregierung und der Community, insbesondere auch den örtlichen Initiativen für ihre Arbeit zur Verfügung. Das Kampagnenbüro präsentiert sie auf landesweiten Veranstaltungen und Messen sowie bei den Christopher-Street-Days (CSDs) in Nordrhein-Westfalen.

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