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Wer nicht der vorherrschenden heteronormativen Norm entspricht, gilt als sexuelle Minderheit. Minderheiten gehören zur gesellschaftlichen Vielfalt, von der unser Land lebt und profitiert. Wie sieht es mit der Minderheit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgender und Intersexuellen aus? Schätzungen von Fachleuten zufolge sind 5 bis 7 Prozent der Bevölkerung gleichgeschlechtlich orientiert - über alle Länder, Kulturen und religiösen Hintergründe hinweg. Für NRW können wir daher von einer Zahl von bis zu 1,25 Millionen Menschen ausgehen, die lesbisch oder schwul sind. Ihre Lebensgemeinschaften lassen sich inzwischen zumindest teilweise statistisch erfassen: Allein in NRW wurden von 2001 bis Mitte 2011 rund 11.000 Lebenspartnerschaften geschlossen. 7.000 Kinder leben bundesweit in offen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften (Statistisches Bundesamt 2009). Darüber hinaus gibt es eine nicht näher zu bestimmende Anzahl von Menschen, die bezogen auf ihre sexuelle Orientierung bisexuell sind und weitere, die nicht dem binären Geschlechtsrollenmodell entsprechen, deren geschlechtliche Identität im Übergang oder gegenüber der ursprünglichen biologischen Geschlechtszugehörigkeit geändert ist wie Intersexuelle, Transgender und Transsexuelle.

Nach dem Grundgesetz sind sie alle - Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle - kurz: LSBTTI - frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Aber werden sie auch so wahrgenommen und behandelt?

Wie eine aktuelle Sonderauswertung der Studie "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" ergeben hat, neigt ein Fünftel der Befragten in Nordrhein-Westfalen zu homophoben Einstellungen. LSBTTI sind von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen, was sich u.a. in einer höheren Suizidrate bei jungen Lesben und Schwulen und in Gewalterfahrungen von LSBTTI im häuslichen Bereich, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum widerspiegelt.

In ihrem Alltag, in ihrem gesamten Lebensumfeld, angefangen bei der Familie, über Schule, Beruf, Freizeitangebote bis hin zu rechtlichen Regelungen sind LSBTTI noch keineswegs angemessen akzeptiert und gleichgestellt. Die vielfältigen Formen von Diskriminierung werden mit dem Phänomen der Homo- und Transphobie beschrieben.

Diskriminierung findet unmittelbar oder mittelbar statt: durch rechtliche Regelungen wie z.B. durch die nach wie vor ausstehende Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit Ehen im Steuerrecht, durch Strukturen, wenn z.B. qualifizierte Anlaufstellen fehlen, von Person zu Person, etwa durch herabsetzende, ehrverletzende Äußerungen, oder durch Institutionen, wenn z.B. ein Alters- oder Pflegeheim nicht zielgruppengerecht und kultursensibel ausgerichtet ist, oder wenn Transsexualität nach gängigen Richtlinien als Persönlichkeitsstörung eingeordnet wird. Mehrdimensionale Diskriminierungen aufgrund von Migrationsgeschichte oder Behinderung können die Probleme der Lebenssituation noch verschärfen. Daneben sind die Chancen von Vielfalt für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes noch zu wenig genutzt. Genauso wie Unternehmen, Regionen und Kommunen mit Diversitystrategien wirtschaftlich profitieren, profitiert unser Land von einem Klima der Offenheit, der Akzeptanz und des Respekts, in dem andere Lebensformen nicht als Bedrohung oder als störend empfunden werden, sondern als willkommene Bereicherung eines gedeihlichen Miteinanders.

Erklärtes Ziel des NRW-Aktionsplans für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt - gegen Homo- und Transphobie ist es deshalb, Diskriminierung zu bekämpfen und Wertschätzung zu schaffen, um damit den Grundstein für eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe der unterschiedlichen Lebensweisen und -formen zu legen. Das wird sowohl durch Einbeziehung der Anliegen von Menschen unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identität in die Regelstrukturen als auch durch Stärkung der Selbsthilfe orientierten Infrastruktur erreicht.

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